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Ablufttrockner vs. Kondenstrockner vs. Wärmepumpentrockner

Siemens WäschetrocknerWäsche trocknen gelingt heutzutage nicht nur auf dem heimischen Wäscheständer, sondern auch in weit verbreiteten Wäschetrocknern. Mittlerweile haben sich zahlreiche Arten etabliert, bei denen es teilweise große Unterschiede zu verzeichnen gibt. Wann sich ein Ablufttrockner am ehesten eignet, welche Vorteile ein Kondenstrockner bietet und ob möglicherweise ein Wärmepumpentrockner die für Sie beste Wahl darstellt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Kaufkriterien von Wäschetrocknern

Ablufttrockner vs. Kondenstrockner vs. WärmepumpentrocknerWäschetrockner aller Art sind

  • modern,
  • platzsparend,
  • zeitsparend und
  • effektiv.

Im Vergleich zu älteren Modellen sind aktuelle Wäschetrockner zudem sehr darauf bedacht, auch energiesparend zu trocknen und die Umwelt zu schonen. Dazu kommt, dass die Wäsche, die in einem derartigen Gerät getrocknet wurde, weniger knittert und Sie somit seltener zum Bügeleisen greifen müssen. Ein Wäschetrockner vereint demzufolge zahlreiche Argumente für sich, doch die Frage ist dennoch, welches Modell perfekt auf die eigene Situation und Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Vor- und Nachteile der Trocknerarten

Haben Sie sich für eine Größe des Wäschetrockners entschieden, dann wissen Sie in der Regel auch, wo Sie das Gerät in Ihrem Haushalt abstellen. Der Ort bestimmt in dem Fall meistens auch, was für einen Wäschetrockner Sie sich zulegen können.

  1. Ablufttrockner: Bei diesem Modell wird die Luft im Inneren des Wäschetrockners erhitzt, was bedeutet, dass die Feuchtigkeit der Wäsche aufgenommen wird. Die feuchte, warme Luft wird anschließend über einen Schlauch nach draußen geleitet. Dieser Schlauch sollte zwingend entweder aus einem Fenster hängen oder aber an ein Abluftsystem angeschlossen werden. Möchten Sie einen Ablufttrockner in einem geschlossenen Raum aufstellen, ohne dabei für die Abluft zu sorgen, besteht die Gefahr einer zu hohen Luftfeuchtigkeit und damit einer Schimmelbildung. In der Anschaffung sind Ablufttrockner oftmals preiswerter als Kondenstrockner, benötigen dafür aber auch häufig deutlich mehr Strom für den Betrieb.
  2. Kondenstrockner: Auch ein Kondenstrockner (auch Kondensationstrockner genannt) erhitzt sich im Inneren des Gerätes. Anders als ein Ablufttrockner wird jedoch die feuchte Luft mit kalter Umgebungsluft abgekühlt. Das bedeutet, dass die Feuchtigkeit dadurch kondensiert und anschließend in einem Behälter gesammelt wird. Dieser Behälter ist an kein Wassersystem angeschlossen, sodass Sie regelmäßig für eine Leerung sorgen müssen. Der Vorteil eines Kondenstrockners liegt allerdings auf der Hand. Durch die Tatsache, dass Sie keinerlei Zugänge zum Wasser- oder Abluftsystem benötigen, können Sie dieses Gerät prinzipiell überall aufstellen. Einzige Notwendigkeit: Strom in Form einer normalen Steckdose.
  3. Wärmepumpentrockner: Unserer Meinung nach noch besser als ein Ablufttrockner und Kondenstrockner ist die moderne Alternative in Form eines Wärmepumpentrockners. Diese Geräte sind nicht nur aktueller, sondern vor allem energieeffizienter. Natürlich ist der Anschaffungspreis erst einmal höher, doch dies relativiert sich in der Regel nach einiger Zeit. Grundlegend handelt es sich bei dem Wärmepumpentrockner um eine Art Weiterentwicklung des Kondenstrockners. Dabei wird die frische Luft der Umgebung mit der warmen Seite der Wärmepumpe aufgeheizt. An der kalten Seite wiederum kondensiert der Wasserdampf. Wärme geht hierbei kaum verloren, was bedeutet, dass Sie mit einer Energie-Einsparung von bis zu 50 Prozent rechnen können. Der hohe Anschaffungspreis relativiert sich dadurch innerhalb kürzester Zeit im Vergleich zu vielen anderen Modellen. Zwar braucht ein Wärmepumpentrockner für den reinen Trockenvorgang oft länger als Ablufttrockner oder Kondenstrockner, doch die Frage ist, was Ihnen lieber ist. Ein energiesparendes und auf Langfristigkeit ausgerichtetes Gerät, oder ein schnelleres Trocknen mit einem hohen Stromverbrauch?
Ablufttrockner Kondenstrockner Wärmepumpentrockner
Funktionsweise
  • Luft wird im Wäschetrockner erhitzt und
  • anschließend durch einen Schlauch abgeleitet
  • Luft wird im Wäschetrockner erhitzt,
  • jedoch auch durch die kalte Umgebungsluft wieder abgekühlt
  • das Kondensat wird in einem Behälter gesammelt
  • Luft wird im Wäschetrockner erhitzt und
  • im Gerät wieder abgekühlt
  • Wärme geht nicht verloren
  • das Kondensat wird über einen Schlauch abgeleitet

Vor- und Nachteile eines Ablufttrockners

  • günstige Anschaffungskosten
  • sehr sparsam – viele Modelle in der Energieeffizienzklasse A++
  • günstige Ersatzteile erhältlich
  • für den Abluftschlauch muss entweder die Wand durchbrochen oder der Schlauch wird durch das Fenster nach außen gelegt

Vor- und Nachteile eines Kondenstrockners

  • die warme Luft wird immer wieder recycelt
  • flexibel aufstellbar, da kein Anschluss benötigt wird
  • die Box mit dem Kondenswasser muss entleert werden

Vor- und Nachteile eines Wärmepumpentrockners

  • sehr energieeffizient
  • sehr gute Trockenleistung
  • die Kosten für die Anschaffung relativieren sich schnell durch die günstigen Betriebskosten
  • Anschaffungskosten

Energie sparen bei allen Geräten

Möchten Sie sich keinen Wärmepumpentrockner anschaffen, sondern mit einem Kondenstrockner oder Ablufttrockner Vorlieb nehmen, so können Sie die Energieeffizienz durch ein besseres Energielabel steigern.

Tipp! Achten Sie daher unbedingt auf besagtes EU-Energielabel, welches standardmäßig auf den Wäschetrocknern angebracht ist.

Das Label informiert über:

  • Trockner-Art
  • maximale Beladung
  • Lautstärke
  • Energieeffizienzklasse (A+++ bis D)

Wichtig zu wissen: Meistens schaffen nur Wärmepumpentrockner eine Energieeffizienzklasse von A+++, es gibt aber gelegentlich immerhin auch Kondenstrockner, die auf eine Effizienz von A++ kommen. Auch Ablufttrockner können halbwegs effizient sein, achten Sie hierbei aber zumindest darauf, dass Sie ein Gerät mit einer Effizienzklasse von A erwerben.

B, A, A+, A++ und A+++ mögen auf den ersten Blick kaum einen Unterschied bedeuten, doch wer auf ein Gerät mit Energieeffizienzklasse B setzt, hat dabei bis zu 70 Prozent mehr Stromverbrauch als ein Trockner, der auf A+++ kommt. Die Anschaffungskosten relativieren sich über die Jahre sehr gut, auch wenn man es kaum glauben mag.

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2 Kommentare und Erfahrungen

  1. guntram am 8. September 2017

    Das heisst also, dass ein Ablufttrockner am leichtesten zu reparieren ist, da er am wenigsten Elektrik verbaut hat (er muss z.B. keine Kondensation steuern, hat nur einen Schlauch und kein (relativ im Vergleich zu einer Abluftpumpe) komplexes System wie etwa eine Kondensationsvorrichtung).
    Thermostate haben sie alle (logischerweise, denn sie müssen ja wissen wie warm es im Inneren ist), und das ist was am häufigsten kaputt geht.
    Das heisst, die relativ komplexeren Steuerungssysteme für Kondensation oder Wärmepumpe können beim Ablufttrockner nicht kaputt gehen, weil dort “nur” die Abluft herausgepustet wird. Und eine Abluftpumpe ist viel einfacher zu reparieren als eine viel teurere Steuerung auszutauschen, die Kondensations- oder Wärmepumpen-Systeme und Mechaniken sind auch komplizierter als eine Abluftpumpe, oder?

    Antworten
  2. LanzReiter am 3. August 2018

    Wärmepumpentrockner: “Natürlich ist der Anschaffungspreis erst einmal höher, doch dies relativiert sich in der Regel nach einiger Zeit.”

    Tja, und hier liegt der Knackpunkt. Aus eigener Erfahrung halten die meisten Wärmepumpentrockner nicht lange (ca. 2-4 Jahre) -> (man muss sich ja nur einmal die Kundenrezessionen bei den üblichen Verkaufsplattformen durchlesen) und dann ist oft ein kritisches Bauteil defekt und eine Reparatur lohnt nicht mehr.

    Ich habe in meiner Naivität meinen +17 Jahre alten funktionierenden Ablufttrockner (gute alte D-Mark Zeiten), gegen einen Wärmepumpentrockner getauscht – natürlich wegen der möglichen Stromersparnis.

    Und was ist daraus geworden? Nach 2 Jahren und 8 Monaten ist der 800 Euro Wärmepumpentrockner defekt und ich brauche wieder ein neues Gerät.

    Die Umwelt freut sich nun um ein paar Kilo Elektroschrott mehr, meine Wäsche wird durch gutes Zureden nun auch nicht trocken (zum Glück gibts bei den jetzigen Temperaturen noch die gute alte Wäscheleine) und das Flusenproblem bei Wärmepumpentrockner + die fast schon epische langen Trockenzeiten spreche ich erst gar nicht an…

    Beim Ablufttrockner hatte ich nie Restflusen in der Wäsche und die Sache war nach 20-30 Minuten erledigt und nicht in 2,5 Stunden wie beim Wärmepumpentrockner…

    Fazit: Natürlich geht der Stromzähler bei einem Ablufttrockner auf halbe Lichtgeschwindigkeit. Aber unter den negativen Aspekten ist Stromsparen nicht alles, wenn die Technik nach ein paar Monaten den Geist aufgibt.

    PS: Wäre die Haltbarkeit eines modernen Wärmepumpentrockner genauso lang wie eines Ablufttrockners, ist die Investition in so ein Gerät sinnvoll. Aber so ist es nicht Rentabel. Und der Ärger, wenn man auf nasser Wäsche sitzt, obwohl man diese am nächsten Tag braucht…
    Dinge wie Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank, Gefriertruhe (also Elektrogroßgeräte), müssen einfach nach meiner Meinung bei humaner Nutzung ein paar Jahre ihren Dienst zuverlässig machen, da man darauf angewiesen ist.

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